Hasenfutter, spirituell

Hallo zusammen!

Heute habe ich einen wunderschönen, genussvoll-meditativen Tag gehabt. Seit einiger Zeit sitze ich hier am PC und höre Lieder aus der Communauté Taizé.

Taizé ist ein ökumenischer Männerorden in Burgund, der 1942 zunächst als Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge, Juden und Oppositionelle, die sich vor den Nationalsozialisten in Sicherheit bringen mussten, von dem Schweizer Theologen Roger Schutz gegründet wurde. An Ostern 1949 legten dann die ersten sieben Brüder der Kommunität, Roger Schutz und sechs Mitbrüder, ihr Gelübde ab. Schutz nannte sich fortan Frère Roger und wurde der Prior dieser Gemeinschaft.

Waren es anfänglich vor allem evangelische Theologen, die nach Taizé kamen, um Frère Roger und seinen neuartigen Orden kennenzulernen, so kamen seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zunehmend Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt nach Taizé, um hier für eine begrenzte Zeit gemeinsam mit den Brüdern der Ordensgemeinschaft zu leben  und zu arbeiten. 1961 wurde die Versöhnungskirche gebaut, um den vielen Pilgern einen Ort der Einkehr zu bieten. Dieser Bau wurde möglich gemacht durch freiwillige Helfer aus aller Welt und der deutschen Aktion Sühnezeichen.

Seit den 1970er Jahren finden die üblicherweise in Taizé stattfindenden „Jugendtreffen“ immer auch an verschiedenen anderen Orten in der ganzen Welt statt, gemeinsam mit anderen treffen sich tausende Jugendliche und Erwachsene aus aller Welt wie in Taizé dort zum gemeinsamen Singen, Beten und Meditieren.

2005 fiel Frère Roger einem Mordanschlag zum Opfer, sein Nachfolger als Prior von Taizé wurde der deutsche Frère Alois.

Besonders bekannt ist Taizé insbesondere auch wegen seiner wundervollen Musik. Die Gesänge von Taizé, meist von sehr eindrucksvoller Schlichtheit, basieren in der Regel auf Bibelstellen, sie sind in lateinischer Sprache verfasst sowie vollständig oder in einzelnen Strophen in den Sprachen, die in Europa gesprochen werden.

Communauté Taizé

Musik aus Taizé

 

Hier noch ein kurzes Fürbittengebet aus Taizé, weil es heute und an jedem Tag so aktuell ist.

 

Um Frieden in der Welt und die Befreiung aller Menschen, Herr, bitten wir dich.

Für die Christen, daß sie unermüdlich nach sichtbarer Einheit suchen.

Um Aufrichtigkeit im politischen Leben, um Gerechtigkeit in der Gesellschaft.

Für alle, die Mühe haben, ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Für alle, denen es verwehrt ist, ihre Fähigkeiten einzusetzen.

Für alle, die kein Zuhause, kein Obdach haben.

Für alle, die unter Einsamkeit und Verlassenheit leiden.

Für alle, die mißbraucht oder verleumdet werden.

Für alle, die sich um Menschen kümmern, die den Boden unter den Füßen verloren haben.

 

Nach diesem kleinen Ausflug in die spirituelle Welt von Taizé, die mir immer wieder ganz enorme Kraft schenkt, kehre ich jetzt wieder in die ganz alltägliche Welt zurück.

Wie schon der Titel meines Blogs sagt, geht es heute um Hasenfutter, genauer gesagt, es geht um eine leckere

 

Möhren-Apfel-Rohkost mit zweierlei Öl, Orangensaft und Cashewkernen

Ihr benötigt dazu:

1 Pfund Möhren
2 Äpfel, gerne etwas säuerlich
1 Orange
2 TL Kürbiskernöl
1 TL Erdnussöl, kaltgepresst
1 TL dunklen Ahornsirup
1 Messerspitze Zimt
einige Cashewkerne

Möhren gut putzen und fein raspeln.

Äpfel gut waschen, nicht schälen, ebenfalls fein raspeln.

Orange auspressen und den Saft über die Möhren und Äpfel geben.

Kürbiskernöl, Erdnussöl und Ahornsirup über die Möhren träufeln.

Gut umrühren, Cashewkerne drüber streuen.

Anrichten, fertig.

Guten Appetit!

möhrensalat