Wilde Ehe mit 24 Buchstaben…

B _ _ _ _ _ R _ _ _ _ _ _ V _ _ _ _ _ _ T _ _ S

Na? Habt ihr’s rausgekriegt? Ich geb euch noch einen kleinen Tipp: Es geht um kleine, leckere Knollen, die gekocht, in Scheiben geschnitten und in heißem Fett ausgebraten bis heute einer der absoluten Top-Hits unter den beliebtesten Speisen der Deutschen sind.

Ich mache heute aus dem ersten Teil des Wortes, unter dem man nach dem 2. Weltkrieg eine Beziehung von zwei Menschen nannte, die ohne Trauschein miteinander wohnten, einen leckeren Salat.

Ihr braucht dafür

gekochte und gepellte Kartoffeln nach Lust und Laune
Salat, Tomaten, Gurken – as you like it!
1 Zwiebel, Schnittlauch oder Lauchzwiebeln (grüne und weiße Pflanzenteile getrennt!!!), auch nach Lust und Laune

fürs Dressing:
250 ml Gemüsebrühe, heiß
2 TL Senf
3 EL Essig
2 EL Öl
Pfeffer, Salz, Gewürze nach Geschmack und Belieben

Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und in heißem Fett ausbacken.

TIPP: Die Kartoffeln sollten in der Pfanne Platz haben, damit sie gleichmäßig bräunen können. Am besten also eine sehr große Pfanne nehmen, oder aber in Etappen die Kartoffeln ausbacken. Das Fett muss sehr hitzebeständig sein, da die Kartoffeln zunächst in großer Hitze für jeweils 3 Minuten von beiden Seiten scharf angebraten werden.

Wenn die Kartoffeln scharf angebraten sind, Hitze runterschalten, die in feine Würfel geschnittene Zwiebel oder die in feine Streifen geschnittenen „hellen“ oder „weißen“ Anteile der Lauchzwiebeln dazu geben und noch etwa 5 Minuten weiter braten. Noch einmal wenden und abermals 5 Minuten weiterbraten.

Pfanne vom Herd nehmen.

In einer Schüssel das Dressing zubereiten und wenn die Kartoffeln etwas abgekühlt haben, zu dem Dressing in die Schüssel geben.

Wenn die Kartoffeln in dem Dressing gut durchgezogen haben und fast abgekühlt sind, den Salat und die weitere Zutaten in „gefällige Stücke“ schneiden, wie Tim Mälzer zu sagen pflegt und zu den Bratkartoffeln geben.

Gut durchmischen – das darf auch gerne mal mit den (natürlich gewaschenen!!!) Händen gemacht werden, wenn die Menge groß ist!

Guten Appetit!

PS: Das Lösungswort war natürlich:

B R A T K A R T O F F E L V E R H Ä L T N I S

Aber das habt ihr natürlich längst rausbekommen! 🙂

Bratkartoffelsalat

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Schwäbische Küche – Teil I

Solid, habhaft, konservativ, mitunter etwas derb wie der Schwabe selbst ist auch die schwäbische Küche. Die gutbürgerliche Hausmannskost dominiert. Experimenten in der Küche ist der Schwabe abgeneigt. „Was dr Bauer net kennt, des frißt er net!“ Ich bin mit einem Schwaben befreundet, dessen Konzertreisen ihn durch die ganze Welt führen. Wenn ich ihn aber nach den Spezialitäten der japanischen, indischen, südamerikanischen, oder auch nur italienischen Küche, nach Scampi und Fischen, nach Muscheln und Knoblauch frage, dann schüttelt er sich angewidert, froh, überall sein Steak und sein Schnitzel zu finden.

Soweit der schwäbische Mundartphilosph, Dichter und Denker Thaddäus Troll in seinem 1967 erschienenen Buch „Deutschland, deine Schwaben – Vordergründig und hinterrücks betrachtet“*

Wie wir wissen, ist zumindest die junge Generation der Schwaben, die mit Pasta, Döner und Co. aufgewachsen ist, schon etwas flexibler als jene Generation, von der Thaddäus Troll in seinem Buch schreibt. Und wir, als Menschen, die sich noch einige Schritte weiter von der klassischen, althergebrachten schwäbischen Küche entfernt haben, wir, die wir „koi Floisch“ essen und auch „koi Wurscht“, auch „koi gotzichs Oi“, wir wollen natürlich dennoch nicht auf jene leckeren Speisen verzichten, die unser eigenbrödlerischer Volksstamm im Laufe vieler Jahrhunderte hervorgebracht hat.

Ich werde daher – als bekennender Württemberger Schwabe – immer wieder Klassiker der Schwäbischen Küche, die „veganisierbar“ sind, hier vorstellen. Beginnen möchte ich mit dem berühmten

Schwäbischen Kartoffelsalat

Wir benötigen dafür

1 Pfund Kartoffeln
1 Zwiebel
1/4 Liter Wasser
1 TL Gemüsebrühe
1 TL Senf
Pfeffer, Salz
1 – 2 EL Essig
2 EL Öl

TIPP: Im Schwäbischen – und vermutlich nur dort – gibt es die Bezeichnung Salatkartoffel für die Art von Kartoffeln, die für die Herstellung von Kartoffelsalat am besten geeignet ist. Die prominenteste und auch beste Sorte Kartoffeln, die für Kartoffelsalat geeignet ist, ist die Sieglinde. Wenn es die nicht gibt, sollte man stets darauf achten, Kartoffeln zu verwenden, die als „vorwiegend festkochend“ bezeichnet werden. Auf keinen Fall mehlig kochende Kartoffeln verwenden.

Die Kartoffeln in der Schale kochen und nach dem Garkochen noch warm abziehen. Da ich mir dabei ständig die Hände verbrenne und mich darüber  unlängst bei meinen facebook-Freunden ausgeheult habe, bekam ich zwei gute Tipps:

TIPP: Als Rechtshänder ein Geschirrtuch über die linke Handfläche legen, die Kartoffel dort hinein legen und dann die Schale abziehen.

TIPP 2: Die Kartoffeln nach dem Garkochen das heiße Wasser abschütten und durch kaltes Wasser ersetzen. Nach fünf Minuten sind die Kartoffeln dann so weit abgekühlt, dass man sie unfallfrei schälen kann
(dieser Tipp kam von der Wirtin des Schwobastübles in Ebni im Schwäbischen Wald. Leider war es mir noch nicht vergönnt, dort einmal selbst einzukehren, aber ich glaube, die Wirtin inzwischen so gut „virtuell“ zu kennen, dass ich das Lokal ohne weiteres für einen Besuch empfehlen kann!)

TIPP 3: Noch besser ist es für die Kartoffeln und ihre Inhaltsstoffe, wenn sie nicht gekocht, sondern gedünstet werden. Danach einfach mit kaltem Wasser abschrecken!
(dieser Tipp kommt von einer sehr aufmerksamen Leserin, die mich darüber hinaus auch auf einen Fehler in der Logik des Rezepts hingewiesen hat, der inzwischen – natürlich – behoben ist. Danke Svenja Tenkes!

Wenn die Kartoffeln geschält sind, werden sie entweder mit dem Messer oder aber über einem Gurkenhobel in dünne Scheiben („Rädla“) in eine Schüssel geschnitten. Ich persönlich mag es lieber, wenn die Rädla etwas dicker sind, gerade wenn die Kartoffeln über einem Hobel gerädelt wurden, sind diese Rädchen dermaßen dünn, dass daraus dann gerne eine regelrechte Pampe wird, wenn sie dann gewürzt und mit Brühe, Essig und Öl versehen sind… der Schwabe an und für sich mag es aber so lieber. Aber der Schwabe an und für sich leert dann auch noch einen halben Liter Bratensoß‘ drüber – und das mag ich schon gleich gar nicht, selbst dann nicht, wenn sie vegan ist! 🙂

Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Und hier kommen wir an den nächsten Punkt, wo sich beim schwäbischen Kartoffelsalat die Geister scheiden. Die traditionalistischen Schwaben schneiden die Zwiebeln klein und geben direkt die heiße Brühe zu den Zwiebeln und den Kartoffeln. Ich bevorzuge die folgende Variante:

Die Zwiebelwürfel in einem kleinen Töpfchen, etwa in einer Stielkasserolle, in etwas Öl glasig zu dünsten. Dann 1/4 Liter Wasser dazu geben, das ganze zum Kochen bringen und 1 TL Brühpulver dazugeben. Alternativ und besser noch natürlich Gemüsebrühe, die selbst aus Gemüseabfällen hergestellt ist…  Das ganze kurz für etwa fünf Minuten köcheln lassen.

Durch das Andünsten und Köcheln der Zwiebel verliert sie ihre Schärfe und wird leicht süßlich. Die Kasserolle vom Herd nehmen, 1 TL Senf (oder nach Belieben mehr) einrühren.

Über die Kartoffeln gießen. Jetzt den Essig dazu geben. Gut umrühren und durchziehen lassen.

Das Öl (ich bevorzuge hier ein hochwertiges kaltgepresstes Öl, etwa Rapsöl) erst unmittelbar vor dem Servieren über den Kartoffelsalat geben und gut umrühren. Dadurch bekommt der Salat seinen speckigen Glanz, den wir Schwaben so lieben. Er wird, wie man hier sagt, schlotzig.

Man kann dann auch noch Schnittlauchröllchen darüber streuen, wenn man mag, dem puristischen Schwaben an sich ist das jedoch schon viel zu viel Grünzeug… 🙂

Guten Appetit!

*Deutschland, deine Schwaben, 1967 – Hoffmann & Campe, Hamburg
1972 erschien, ebenfalls im Verlag Hoffmann & Campe, Hamburg „Preisend mit viel schönen Reden – Deutschland, deine Schwaben für Fortgeschrittene“

2013-06-06 20.07.09

Hasenfutter, spirituell

Hallo zusammen!

Heute habe ich einen wunderschönen, genussvoll-meditativen Tag gehabt. Seit einiger Zeit sitze ich hier am PC und höre Lieder aus der Communauté Taizé.

Taizé ist ein ökumenischer Männerorden in Burgund, der 1942 zunächst als Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge, Juden und Oppositionelle, die sich vor den Nationalsozialisten in Sicherheit bringen mussten, von dem Schweizer Theologen Roger Schutz gegründet wurde. An Ostern 1949 legten dann die ersten sieben Brüder der Kommunität, Roger Schutz und sechs Mitbrüder, ihr Gelübde ab. Schutz nannte sich fortan Frère Roger und wurde der Prior dieser Gemeinschaft.

Waren es anfänglich vor allem evangelische Theologen, die nach Taizé kamen, um Frère Roger und seinen neuartigen Orden kennenzulernen, so kamen seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zunehmend Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt nach Taizé, um hier für eine begrenzte Zeit gemeinsam mit den Brüdern der Ordensgemeinschaft zu leben  und zu arbeiten. 1961 wurde die Versöhnungskirche gebaut, um den vielen Pilgern einen Ort der Einkehr zu bieten. Dieser Bau wurde möglich gemacht durch freiwillige Helfer aus aller Welt und der deutschen Aktion Sühnezeichen.

Seit den 1970er Jahren finden die üblicherweise in Taizé stattfindenden „Jugendtreffen“ immer auch an verschiedenen anderen Orten in der ganzen Welt statt, gemeinsam mit anderen treffen sich tausende Jugendliche und Erwachsene aus aller Welt wie in Taizé dort zum gemeinsamen Singen, Beten und Meditieren.

2005 fiel Frère Roger einem Mordanschlag zum Opfer, sein Nachfolger als Prior von Taizé wurde der deutsche Frère Alois.

Besonders bekannt ist Taizé insbesondere auch wegen seiner wundervollen Musik. Die Gesänge von Taizé, meist von sehr eindrucksvoller Schlichtheit, basieren in der Regel auf Bibelstellen, sie sind in lateinischer Sprache verfasst sowie vollständig oder in einzelnen Strophen in den Sprachen, die in Europa gesprochen werden.

Communauté Taizé

Musik aus Taizé

 

Hier noch ein kurzes Fürbittengebet aus Taizé, weil es heute und an jedem Tag so aktuell ist.

 

Um Frieden in der Welt und die Befreiung aller Menschen, Herr, bitten wir dich.

Für die Christen, daß sie unermüdlich nach sichtbarer Einheit suchen.

Um Aufrichtigkeit im politischen Leben, um Gerechtigkeit in der Gesellschaft.

Für alle, die Mühe haben, ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Für alle, denen es verwehrt ist, ihre Fähigkeiten einzusetzen.

Für alle, die kein Zuhause, kein Obdach haben.

Für alle, die unter Einsamkeit und Verlassenheit leiden.

Für alle, die mißbraucht oder verleumdet werden.

Für alle, die sich um Menschen kümmern, die den Boden unter den Füßen verloren haben.

 

Nach diesem kleinen Ausflug in die spirituelle Welt von Taizé, die mir immer wieder ganz enorme Kraft schenkt, kehre ich jetzt wieder in die ganz alltägliche Welt zurück.

Wie schon der Titel meines Blogs sagt, geht es heute um Hasenfutter, genauer gesagt, es geht um eine leckere

 

Möhren-Apfel-Rohkost mit zweierlei Öl, Orangensaft und Cashewkernen

Ihr benötigt dazu:

1 Pfund Möhren
2 Äpfel, gerne etwas säuerlich
1 Orange
2 TL Kürbiskernöl
1 TL Erdnussöl, kaltgepresst
1 TL dunklen Ahornsirup
1 Messerspitze Zimt
einige Cashewkerne

Möhren gut putzen und fein raspeln.

Äpfel gut waschen, nicht schälen, ebenfalls fein raspeln.

Orange auspressen und den Saft über die Möhren und Äpfel geben.

Kürbiskernöl, Erdnussöl und Ahornsirup über die Möhren träufeln.

Gut umrühren, Cashewkerne drüber streuen.

Anrichten, fertig.

Guten Appetit!

möhrensalat

Wenn draußen schon kein Sommer ist…

… so muss ich ihn mir wenigstens reinholen! Hallo zusammen! Wie schon heute mittag angekündigt, kommt jetzt das Rezept für mein

Oliven-Pepperoni- Oregano-Fladenbrot.

Dafür braucht ihr folgendes:

1 Tasse Soja- oder Getreidemilch*
1 Würfel frische Hefe
4 Tassen Mehl (ich habe Dinkelmehl genommen, Type 630)
3 EL Olivenöl
ein paar kleingeschnittene grüne oder schwarze Oliven, ganz nach Gusto
eine in Scheiben geschnittene rote Chilischote
4 – 5 Zehen FRISCHER (junger) Knoblauch, in feine Scheiben geschnitten
2 TL Oregano getrocknet
1 gestrichener TL Salz
1  EL Zucker
Olivenöl zum Bestreichen

*ich nehme da der Einfachheit halber immer einen Kaffeebecher mit 250 ml Fassungsvermögen. Wichtig ist nur, dass ihr immer dieselbe Tasse für alle Zutaten verwendet, damit die Relation stimmt.

Erst das Mehl mit der Tasse abmessen und in eine Rührschüssel geben.

Die Flüssigkeiten abmessen und in eine zweite, kleine Schüssel geben, in die ihr zuvor die Hefe gebröckelt habt. Dazu noch den Zucker in die Flüssigkeit und das Salz zum Mehl geben.

Die Chilischote, die Oliven und den Knoblauch zum Mehl geben.

Ich wurde übrigens darauf hingewiesen, dass man Knoblauch auch durch die Presse geben kann, wenn man ihn danach gleich mit Salz beträufelt und das dann gut durchknetet. Allerdings hat der in Scheiben geschnittene Knoblauch bei diesem Rezept einen Sinn, er soll nämlich spürbar sein, man soll auf ihn beißen können, denn das Brot wird ja sehr würzig und mediterran!

Die Flüssigkeit und das Mehl-Salz-Oliven-Chili-Knoblauch-Gemisch jeweils gut umrühren, dann die Flüssigkeit über das Mehl geben und mit dem Elektro-Quirl mit Knethaken kurz gut durchkneten.

Dann von Hand weiter kneten, und so lange Mehl hinzugeben, bis ein elastischer, aber fester Teig entsteht, der sich von den Händen löst und nicht klebt.

Mindestens 1 Stunde ruhen lassen.

Nach einer halben Stunde den Backofen auf 250°C vorheizen.

Nach einer Stunde den Teig nochmal gut durchkneten, in zwei Hälften teilen und jede Hälfte zu einem länglichen Fladen auswellen – etwas so, wie die Pide aus der türkischen Küche.

Mit dem Messer einige Male längs einschneiden, und zwar so, dass handgerechte Stücke entstehen, die man nach dem Backen ganz einfach abreißen kann.

Die beiden Fladen auf ein Backblech mit Backpapier legen und nacheinander auf der mittleren Schiene für jeweils 10 Minuten (nicht länger!) backen. Direkt nach dem Backen vorsichtig auf ein Gitter legen und mit Olivenöl abstreichen. Das verleiht dem fertigen Brot einen seidigen Glanz und macht zudem noch ein besseres Aroma.

Dazu passt Salat, Gemüsestreifen oder einfach nur ein schönes kühles Bier oder ein Glas Rotwein!

Guten Appetit!

PS: Ich habe Bilder gemacht, aber leider klappt das Übertragen der Bilder auf den PC gerade nicht. Ich hoffe, ich kann das morgen updaten! Einfach noch mal reingucken!

PPS: Hier noch ein Link zum Livestream des Pokalendspiels FC Bayern München gegen VfB Stuttgart!

Update: Auch, wenn ich nach wie vor Schwierigkeiten mit der Übertragung der Bilder vom Smartphone auf das Notebook habe, ist es mir doch gelungen, die drei Bilder, die auf der Karte waren, zu übertragen. Deshalb hier jetzt ein Bild vom Fladenbrot!

Olivenbrot

Nussige Impro-Küche

Hallo!

Heute ist schon wieder Spätherbst. Und das, obwohl heute eigentlich der Sommer beginnt – zumindest für die Wetterfrösche. Außerdem ist heute Samstag und bis zum Pokalendspiel ist noch ein wenig Zeit. Also nutze ich den Tag für so wundervolle Dinge wie Spülen, Aufräumen und Wäsche waschen…

Das macht natürlich Hunger und weil ich heute keine Lust auf richtiges Kochen habe, ist heute wieder ein wenig Impro angesagt.

Ich hatte Lust auf etwas süßes. Deshalb jetzt als erstes:
Ralfs süßes Haselnussträumchen

Dazu braucht ihr

100 Gramm Haselnüsse
1 Pck. Seidentofu
1 – 2 EL Agavendicksaft
1 EL Ahornsirup (den dunklen, der ist aromatischer!)
optional: etwas ausgeschabte Vanille oder Vanillepulver

Die Haselnüsse habe ich in einer Pfanne und unter stetigem Rütteln (sonst brennen sie an, das schmeckt dann hässlich!) geröstet. Dann zusammen mit dem Seidentofu, dem Agavendicksaft und dem Ahornisrup in den Mixer getan und etwa 2 Minuten durchgemixt. Als ich dann alles in eine Glasschüssel abgefüllt hatte und in den Kühlschrank gestellt hab, fiel mir ein, dass ich auch noch etwas Vanille drantun hätte können, aber da war’s schon zu spät.

Tipp: Ein vernünftiges Mise en place (alles am rechten Ort, oder auch: vernünftige Vorbereitung und Bereitstellung aller Zutaten und Gerätschaften, die man zum Kochen braucht) schützt vor zu später Erkenntnis!

Das Ganze muss dann noch ein paar Stunden durchgekühlt werden, aber bereits das erste Probehäppchen war sehr vielversprechend!

Aber natürlich braucht man auch was „Richtiges“ zwischen die Zähne, vom Dessert allein wird man vielleicht satt, aber so richtig abendfüllend ist das auch nicht. Deshalb war es mir heute, nach den Schlemmereien der letzten Tage, mal wieder nach was ganz einfachem, das schnell geht und Spaß macht.

Also gab es
scharfe Mandelnudeln.

Dazu braucht ihr:

2 EL braunes Mandelmus
250 ml Sojamilch
3 EL Hefeflocken
1 TL Gemüsebrühpulver
1 TL Curry
2 TL Pul Biber
1 Zwiebel
3 EL neutrales Öl zum Braten
Nudeln nach Lust und Laune, sowohl was die Art als auch die Menge betrifft. Ich hatte heute
125 Gramm durchgebrochene Dinkelmaccaroni
Salz für die Nudeln je nach Menge

Als erstes Nudelwasser aufsetzen. Ihr wisst: je 100 Gramm Nudeln 1 Liter Wasser und 10 Gramm (2 TL) Salz! Kein Öl!

In einer Pfanne 3 EL Öl erhitzen, währenddessen die Zwiebel in feine Würfelchen schneiden. Zwiebelwürfel in der Pfanne schön goldbraun anbraten, währenddessen Mandelmus, Sojamilch, Hefeflocken, Gemüsebrühe, Curry und Pul Biber in einem Mixer durchmixen und wenn die Zwiebeln so weit sind, über die Zwiebeln geben. Kurz aufkochen lassen, von der Herdplatte ziehen.

Wenn die Nudeln fertig sind, direkt aus dem Topf mit einer Nudelzange rausnehmen oder, wenn ihr das nicht habt (ich hab sowas auch nicht!) über einem Sieb ausgießen und einen Rest vom Nudelwasser (etwa 3 bis 4 EL) zurückhalten. Die Nudeln und das Nudelwasser über die Soße geben, alles gut durchschwenken, kurz ziehen lassen, anrichten, fertig.

Heute abend werde ich wohl fürs Fußballspiel ein leckeres Oliven-Pepperoni-Oregano-Fladenbrot backen – dazu aber später mehr. Dann auch wieder mit Foto, wenn ich es nicht wieder vergesse und vorher alles aufesse – so wie heute! 🙂

Die Pizza kugelt sich vor Freude und der Reis gibt sich karibisch süß…

Kennt ihr das auch? Es ist kalt, nass, fies – am liebsten möchte man im Bett bleiben. So ging es mir auch, heute, an diesem Spätherbsttag im Mai 2013. Aber: ich hatte ja heute etwas vor. Heute war wieder einmal Kochtag mit Daniela.

Also, raus aus den Federn, erst mal in die Küche schlurfen und einen schönen Kaffee aufsetzen. Brot mit lecker Schokocreme (natürlich vegan!) geschmiert und dann erstmal Mails checken und nachsehen, was es in den sozialen Netzwerken so Neues gibt.

Dann rasch noch in der Küche klar Schiff machen und dann ab ins Bad.

Kurz vor Mittag hat mich dann Daniela abgeholt und wir sind zum Einkaufen gefahren. Wir hatten heute etwas besonderes zum Kochen ausgesucht, besonders in jeder Hinsicht: Als Hauptgang sollte es Pizzaknödel mit Fenchel-Tomaten-Gemüse geben und zum Nachtisch Kokos-Milchreis. Beide Rezepte stammen von Nicole Just aus dem Buch “La Veganista – Lust auf vegane Küche”

Leider kann ich euch die Rezepte hier nicht komplett verraten, ich verweise euch statt dessen abermals auf das oben genannte Buch von Nicole Just, es ist mit knapp 17 Euro echt erschwinglich und die Anschaffung lohnt sich absolut, bei den meisten Rezepten bekommt man schon beim Lesen so richtig Appetit!

Nur soviel: Die Pizzaknödel müsst ihr euch vorstellen wie Semmelknödel, nur dass sich anstatt der Petersilie und den Zwiebeln eine Mischung aus gebratenem Räuchertofu, getrockneten Tomaten und Zwiebeln sich mit italienischen Kräutern in den leckeren Knödelchen tummelt.

Kleiner Tipp: wenn ihr euch das Buch geholt habt und ihr kocht das Rezept nach, schneidet die Tofuwürfelchen so klein wie möglich und bratet sie scharf an. Zwar schmeck das auch so, wie wir es gemacht haben, aber so ganz kleine Tofustückchen, grad wie gebratene Speckwürfelchen, das wär dann der ultimative Kick gewesen.

Ach ja, und eines noch: falls ihr beim Bäcker vorgeschnittenes Knödelbrot holt, achtet darauf, dass ihr den Verschlussstreifen von der Brotpackung nicht mit in die Knödel einarbeitet – das kann sonst zu üblen Überraschungen führen, die leider gar nicht lustig sind!

Der Kokos-Milchreis ist im Grunde ganz einfach gemacht, anstatt nur mit Getreidemilch, macht man ihn mit Kokosmilch und Sojamilch, Vanille und Zucker. Wir haben uns dafür entschieden, die Zuckermenge im Vergleich zu Nicole Just ein wenig zu reduzieren, was aber dennoch sehr lecker geschmeckt hat, vermutlich wäre er uns ansonsten sogar zu süß geraten!

Kleiner Tipp: Beim Milchreis bitte drauf achten, dass ihr die Milch ständig rührt, bis sie kocht, dann den Reis einrühren, kurz unter ständigem Rühren aufkochen und danach am besten den Topf mit einem Deckel drauf vom Herd nehmen. Dann kann nichts mehr anbrennen und der Reis kann mit der Resthitze im Topf in Ruhe ausquellen.

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame habe ich mich entschlossen, nun auch Bilder in mein Blog einzubauen. Ich bin kein Food-Blogger, ich kann nicht fotografieren – dementsprechend laienhaft sehen deshalb auch die Fotos aus!

Liebe Grüße und lasst es euch schmecken!

Kochen macht Spaß! Vor allem, wenn man nicht alleine kochen muss!

Schon zu WG-Zeiten war es eine wunderbare Sache, wenn wir , meist am Wochenende oder an Feiertagen, alle gemeinsam in der Küche gestanden sind und miteinander geputzt, geschnippelt, gekocht, gebacken und gebrutzelt haben.

Gestern war es wieder einmal so weit. Gemeinsam mit meiner sehr, sehr lieben Freundin Daniela, haben wir uns gestern hemmungslos der veganen Schlemmerei hingegeben.

Begonnen hat der Kochtag gegen Mittag mit einer Kanne voll Kaffee und meinen leckeren Apfel-Zimt-Muffins, die ich hier ja schon thematisiert habe. Und wie das beim Kaffeeklatsch so ist, die Zeit vergeht wie im Flug…

Nach gefühlt 10 Minuten, tatsächlich aber nach etwa drei Stunden haben wir dann ein Kilo Ludwigsburger Spargel in einen unglaublich leckeren Salat von Nicole Just aus dem Buch „La Veganista – Lust auf vegane Küche“ sowie eine bestechend einfach Mousse au Chocolat aus Seidentofu gebastelt und genossen.

Es war – im wahrsten Sinn des Wortes – köstlich!

Als nächstes werden wir – nachdem wir gemeinsam das Kochbuch gewälzt haben – übrigens Nicole Justs „Linsenbraten“ ausprobieren… das Rezept verheißt wirklich Gutes!

Lassen wir uns überraschen!

PS: Das Rezept für den Salat kann ich hier natürlich nicht verraten. Aber ihr wisst ja, wo ihr es finden könnt!