Und wieder grüßt das Tofutier…

Hallo!

Das Tofutier war heute richtig übermütig. Vor lauter Freude über den warmen Sommertag wollte es unbedingt zu einer leckeren Tofugnese verarbeitet werden. 

Diesen Wunsch habe ich ihm natürlich gerne erfüllt dazu mache ich Rigatoni, eine italienische Hartweizennudel, die ursprünglich aus dem Latium kommt und dort vor allem in Rom ihre Verbreitung fand. Von dort hat sie dann ihren Siegeszug rund um die Welt angetreten und ist schließlich auch bei uns Teutonen gelandet und hat uns zusammen mit ihren Geschwistern Spaghetti und Maccharoni mit als erste die Lust am „dolce far niente“, dem süßen Nichts-Tun vermittelt, die wir bis dahin vor allem Steckrüben, Kohlgemüse, Kartoffeln und fette Wurst gekannt haben.

 

Da die Jahreszeit und vor allem die schlechte Witterung der letzten Wochen es leider noch nicht zulässt, dass man für eine Tomatensoße auf frische Tomaten zurückgreift, weil es aus Deutschland noch keine gescheiten Tomaten gibt, die Tomaten aus den Niederlanden zwar besser sind als ihr Ruf aber ebenfalls noch lange nicht genug Süße haben und die Tomaten aus Spanien, selbst die aus dem Bio-Segment nach diversen Skandalen um den Einsatz illegaler Pflanzenschutzmittel, für mich einfach aus Prinzip nicht auf den Teller kommen, habe ich mich für die Alternative Tomatenmark entschieden. Alternativ hätte ich auch auf Tomaten aus der Dose zurückgreifen können, aber am schnellsten geht es halt doch mit Tomatenmark.

 

Für die Tofugnese a la Romana benötigt Ihr:

1 Tube Tomatenmark
200 Gramm Tofu
2 – 3 EL Sojasoße
1 EL Olivenöl
4 – 5 frische Knoblauchzehen
1 TL Pul Biber
2 TL italienische Gewürzkräutermischung oder
je 1 TL Oregano, Thymian und Bohnenkraut
1 TL Gemüsebrüh-Pulver
2 EL Getreide- oder Soja-Sahne
1 EL Rohrohrzucker
1 Zwiebel
150 ml Wasser
100 – 120 Gramm Pasta, in diesem Falle Rigatoni
frischen Basilikum nach Lust und Laune
optional: Haselnuss-Parmesankäse

VORWEG: Alle meine Rezepte, die ich hier poste, sind, wenn ich es nicht anders angebe, für 1, maximal für 2 Personen ausgelegt. Wenn ihr mehr als zwei Personen seid, bitte entsprechend anpassen!

Dieses Gericht braucht auch wieder – wie alle Tofu-Gerichte, ein paar Stunden Vorlaufzeit. Zunächst muss nämlich auch hier wieder der Tofu mariniert werden und durchziehen können.

Ich habe deshalb gleich nach dem Frühstück 200 Gramm Tofu in kleine Stücke gerissen und dann in der Hand zerkrümelt, so dass es aussieht wie Hackfleisch. Das habe ich dann in eine Tupperdose getan, die Sojasoße, das Öl, den Knoblauch (jeweils ungeschält und einfach nur halbiert), das Pul Biber, die Gewürzkräuter, das Brühpulver und den Zucker dazugegeben und kräftig durchgemischt. Am besten die Dose gut verschließen und ein paar Minuten lang kräftig durchschüteln.

TIPP: Wenn ihr die Dose schüttelt, bitte aufpassen, dass sie wirklich richtig gut verschlossen ist. Das hört sich jetzt an, als wollte ich euch verarschen, aber mir ist der Deckel auch schon mal weggesprungen während ich geschüttelt hab. Nicht schön!

Wenn der Tofu dann einige Stunden gut durchziehen konnte, am besten im Kühlschrank, setzt eine große Pfanne auf, gebt 3 – 4 EL neutrales Bratöl, das stark erhitzt werden darf, in die Pfanne und dann die zuvor geschälte und in ganz feine Würfelchen geschnittene Zwiebel. Wenn die Zwiebel glasig gedünstet ist, bei mittlerer Hitze nach etwa drei bis vier Minuten, gebt ihr den Tofu dazu und bratet alles zusammen bei etwas mehr Hitze kräftig für fünf Minuten an, ohne in dieser Zeit in der Pfanne herumzurühren. Der Tofu braucht diese Zeit, sonst wird er nicht braun. Nach fünf Minuten kräftig durchmischen und nochmal fünf Minuten ohne Rühren anbraten.

Dann gebt ihr das Tomatenmark dazu und bratet das ganze noch für etwa 3 Minuten weiter an.

Jetzt das Wasser hinzugeben, gut durchmischen und dann bei kleiner Temperatur ca. 10 Minuten weiter köcheln lassen. Danach vom Herd nehmen und mit Deckel auf die Seite stellen.

Einstweilen einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, Salz dazugeben (ihr wisst es schon: je 100 Gramm Nudeln 1 Liter Wasser und 10 Gramm Salz) und die Nudeln ins Wasser geben. Nach Anleitung kochen.

Wichtig: die Soße muss unbedingt vor den Nudeln gekocht sein. Die Soße „wartet auf die Nudeln“. Ansonsten werden die Nudeln klebrig, pampig und kalt, wenn sie nach dem Kochen noch lang rumstehen müssen.

Die Nudeln, wenn sie gut al dente sind, abgießen und zu der Soße geben. Gut durchmischen. Basilikum kleinzupfen (nicht schneiden!!), über die Nudeln geben. 2 TL Olivenöl ebenfalls über die Nudeln geben.

Wer mag, kann dazu noch Haselnuss-„Parmesan“ über die Nudeln streuen.

Holger Mauermann macht seine Variante so:

100 g Haselnüsse (gemahlen aus der Tüte)
6-8 EL Hefeflocken (je nach Geschmack)
3 EL Paniermehl
1 EL Shiro Miso (helle Misopaste, gibt es im Bioladen, Reformhaus oder Asialaden)
1-2 TL Kurkuma (nach Geschmack)
Salz

Alle Zutaten in einen Zerkleinerer geben und gut durchmixen/-zerkleinern. Mit Salz und Hefeflocken abschmecken.

Der Haselnuss-Parmesan hält sich in einer Dose verschlossen im Kühlschrank ein paar Tage.

Bleibt mir nur noch, euch einen schönen, sonnigen und warmen Frühsommertag zu wünschen, viel Sapß beim Nachkochen und

Guten Appetit oder vielmehr: buon appetito!

tofugnese

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