Wie, du bist jetzt Veganer? Du isst kein Fleisch mehr?

Nein, gar keins. Und um es gleich hinzuzufügen: auch keinen Fisch, kein Geflügel, keine Wurst, keinen Schinken. Aber auch keine Milch, keinen Käse, kein Joghurt, keinen Quark und so weiter und so weiter. Gar nichts vom Tier. Nicht vom toten und auch nicht vom lebendigen.

Und tatsächlich habe ich ja schon länger aufgehört, Fleisch und Wurst zu essen. Nur bei Käse, Quark und Joghurt – da bin ich schwach gewesen. Und bin es noch, ich gebe es zu, denn ich würde lügen, wenn ich jetzt sagen würde, das hab ich alles hinter mir, das habe ich nämlich nicht und vegan wird man auch nicht von heute auf morgen.

Aber zurück zum Anfang. Wie ich ja schon erwähnt habe, bin ich Vegetarier. Das heißt, ich esse kein Fleisch und keine Fleischprodukte, wohl aber – man nennt das “Ovo-Lacto” – Milch und Milchprodukte, also Käse, Joghurt, Quark etc. Seit einem starken Jahr habe ich aber einen direkten Link in die vegane “Szene”, über meine liebe Freundin Daniela Polak, die selbst inzwischen überzeugte Veganerin ist und die mich quasi angefixt hat, mich für diese Lebensweise zu begeistern. Glücklicherweise ist sie – wie auch der liebe Thorsten “Putte” Puttenat – sehr undogmatisch, was es mir erleichtert, meinen Weg mit Freude zu gehen, denn leider, das habe ich inzwischen gelernt, gibt es in der veganen Szene leider auch sehr selbstgerechte, dogmatische Zeitgenossen und damit komme ich generell sehr schwer klar, weil diese Charaktereigenschaft umgehend meinen stark ausgeprägten Widerspruchsgeist weckt. Was wiederum meine Charakterschwäche ist.

Vor einer Woche war “Vegan Street Day” in Stuttgart, eine tolle Veranstaltung, die einmal im Jahr stattfindet und bei der sich die vegane Szene Süddeutschlands der Öffentlichkeit vorstellt. Es gibt Musik, Kochshows, Diskussionsrunden, Vorträge, es gibt, wie man auf Kirchentagen sagen würde, einen Markt der Möglichkeiten, also ganz, ganz viele interessante Infostände, wo sich vegane Initiativen, Lokale, Hersteller von veganen Produkten vorstellen und wo man sich über deren Angebote informieren kann. Auch 2014 wird es wieder einen Vegan Street Day geben. Der Vegan Street Day für den Norden der Republik findet übrigens am 10. August 2013 in Dortmund statt: http://veggie-street-day.de/vsd-2013/dortmund/

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal beim Stuttgarter “VSD” mitgemacht, ich habe zwei Stunden lang Getränke verkauft und war – wie schon im letzten Jahr – überwältigt von dem breiten Angebot und vor allem von den vielen, vielen Menschen, die sich für die vegane Lebensweise interessieren, weshalb ich mittlerweile überzeugt bin, dass Veganismus auf dem besten Weg ist, seine Nische zu verlassen und in die breite Bevölkerung hineinzuschwappen. Was natürlich zu begrüßen wäre.

Warum jetzt aber ausgerechnet vegan? Nun, dafür gibt es im Grunde zwei Gründe: ethische und gesundheitliche. Der ethische Aspekt ist relativ einfach zu erklären, überall dort, wo der Mensch glaubt, in Tieren nur noch einen ausbeutbaren Produktionsfaktor zu sehen, den er sich nach Effizienzkriterien zurechtzüchtet, wird Tieren großes Leid angetan. Und es spielt dabei keine Rolle, ob das Tier nun sterben muss, um dem Menschen als Nahrung zu dienen oder ob es “nur” ausgebeutet wird. Einen guten Einstieg in die Thematik Veganismus bietet die Tierrechtsorganisation PETA auf ihrer Homepage: http://www.peta.de/. Dort findet man auch das “Vegan-Probeabo”: http://www.veganstart.de/ Die bisweilen grausamen Bilder, die man dort und bei anderen Tierrechtsorganisationen zu sehen bekommt, sind starker Tobak, aber sie bilden die Realität ab, wie sie ist: grausam und überhaupt nicht romantisch.

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